Vortrag in Frankfurt

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(Crosspost mit aktivista.net und carmilladewinter.com)tCSD 2013 schild2

Ich werde am Dienstag, den 24. Januar, in Frankfurt am Main zu Gast sein.

Geplant ist ein Vortrag über „Asexualität und das a_sexuelle Spektrum: Vom Versuch, die Vielfalt einer Abwesenheit sichtbar zu machen“ im Rahmen der Queeren Ringvorlesung. Ich werde zunächst darauf eingehen, was A_sexualität ist, ein paar Vokabeln und die zugehörigen Spektren erörtern. Danach plane ich, von den Vorurteilen auf die Schwierigkeiten der Sichtbarmachung von A_sexualität einzugehen. Außerdem ist viel Platz für Fragen und Diskussion eingeplant.

Ich bin sehr neugierig, was mich erwartet, habe ich doch das letzte Mal 2006 eine Uni im Vorlesungskontext besucht … und damals durfte ich auch bequem zuhören.

Los geht’s um 18 Uhr im Seminarhaus 0.101, Campus Westend.

 

Take the 2016 Ace Community Census! — The Asexual Agenda

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An announcement from the AVEN Survey Team: It’s that time of year again – we are now recruiting participants for the ace community census! The ace community census is an annual survey by the Asexual Visibility and Education Network which collects valuable information on the demographics and experiences of members of the ace community. It […]

über Take the 2016 Ace Community Census! — The Asexual Agenda

Buchkritik: Der linke Fuß des Gondoliere

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Durch ein Gespräch wurde ich darauf aufmerksam, dass mein Verlagskollege Jobst Mahrenholz einen Roman veröffentlicht hat, der A_sexualität (mit) zum Thema hat: „Der linke Fuß des Gondoliere“ (Link führt zum großen A).

Ergo: Hab’s gleich gekauft und innerhalb eines Tages gelesen.

Worum geht’s?

Drei sehr unterschiedliche Jungs wachsen in Venedig auf und sind trotzdem die besten Freunde. Schon am Anfang erfahren wir: Einer ist verstorben. (Wer und warum müsst ihr selbst rausfinden.)

Der Autor zeichnet den Weg der drei in die Unabhängigkeit nach, es handelt sich also um eine Coming-of-Age-Geschichte, bei der die Liebe nicht fehlen darf. Zwei, Cece und Pirro, finden zusammen, aber Pirro ist a_sexuell und der dritte eifersüchtig …

Das sagt meine innere Lektorin:

Sehr spannend. Da außerdem eher schmal, schnell gelesen. Viel Gefühl, ohne, dass es zu melodramatisch wird. Eine manchmal etwas schräge Herangehensweise an Absätze in Dialogen, die dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut.

Das sagt die asexy Besserwisserin:

Das Wort kommt vor! (Yay!) Die a_sexuelle Figur kommt 2008 in einem Brief zu Wort, der beweist, dass sie auf unzureichende Informationen zurückgreift:

In der Medizin nennt man es Asexualität. Es gibt da verschiedene Typen. Ich bin noch nicht einmal einer der ‚Schlimmen‘.

Wir können spekulieren, dass mit den „Typen“ die von der Community aufgegebene „Typ ABCD“-Einteilung gemeint ist, die mittlerweile vom Split-attraction-Modell ersetzt wurde – also von dem Konzept, dass die sexuelle und die romantische Orientierung zwei verschiedene Dinge sind/sein können und sich nicht überlappen müssen.

Inwieweit die Medizin damals überhaupt was zu reden hatte, ist mir allerdings schleierhaft – zu diesem Zeitpunkt lief A_sexualität in den italienischen Medien wohl eher als Internethype und Keuschheitsmode.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (2015) sieht’s da schon anders aus, wobei A_sexualität natürlich keine Diagnose ist, sondern als sexuelle Orientierung nach nichts ein Ausschlusskriterium für Diagnosen darstellt.

Außerdem sehr hübsch: Pirro ringt äußerst glaubhaft mit seiner „Diagnose“, aber sie ist nicht der Grund für das traurige Ende.

Fazit:

Kauf- bzw. Leseempfehlung, sofern ein sehr geringer Gehalt an wenig expliziten Sexszenen nicht abschreckt. Taschentücher bereithalten.

Signal boost: Aromantik-Projekt

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Hello all! I received an email from a lovely individual by the name of Arianna, who is working on a project for the aromantic community. She asked if I wouldn’t mind giving her a signal boost and I agreed. Note this is open to all members of the aromantic community, not just aromantic asexuals. Hi! […]

über Signal Boost: Aromantic Project — Asexual Artists

Nachklapp CSD Berlin 2016

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20160723_115541

Hier ein Bildchen, das mein Kostüm zumindest etwas erahnen lässt. Weitere Eindrücke des Outfits, etwas unscharf, vom letzten Oktober.

Den vollständigen Bericht gibt es beim Verein.

Notabel:

Der Typ, der sich nach der Parade in freier Wildbahn einen blasen ließ. (Faszinierend … Fanden auch sämtliche Umstehenden. Bitte ergänzen Sie von mir die Spock’sche Augenbraue.)

Wir haben tatsächlich mindestens 1000 Flyer gebraucht.

Die *** von Sicherheitskräften am ersten Truck – ich habe blaue Flecken von diesem doofen orangenen Seil.

Das flaggenfarbene Herz von der netten Mitlaufenden, deren Name ich leider vergessen habe, und das zum Ankleben von @homefromnarnia.

Das Publikum wirkte dieses Mal nüchterner als bei meiner letzten Anwesenheit 2014, was wohl an unserer Position zu Beginn der Parade gelegen haben mag.

Auch der Redner auf dem ersten Truck ließ bei der Diskussion um die Ehe für Alle gelegentlich bis häufig das B in LSB hinten runter fallen. Da half wohl auch die „Bi-Furious“-Gruppe nix.

 

Wie die Kollegin bereits schrieb, war es am vorderen Ende der Parade angenehm leise. Die Trucks hämmerten uns noch durch den halben Tiergarten hinterher, weshalb ich mich ernsthaft frage, ob die nicht beim Publikum bleibende Gehörschäden hinterlassen haben.

Eine sehr viel ruhigere Beschallung habe ich via Coyote gefunden:

https://dearlie.bandcamp.com/track/for-me

Reblog: Konsensfindung

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In Zusammenhang mit Fiammettas Ratschlagstext hat auch tschellufjek interessante Dinge zu sagen:

Oh je, schon wieder ist fast ein Monat seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und da ich in letzter Zeit auch selten dazu komme, andere Blogs zu lesen, bin ich erst heute Morgen auf einen interessanten Artikel von Fiammetta aus dem Monat Juni gestoßen. In diesem gibt sie Antworten auf die Frage, was tun, wenn der_die […]

über Im Konsens liegt die Kraft, aber kein Konsens ohne offenes und ehrliches Gespräch — tschellufjek

Selbsttests … hmm

Die Eine kommerzielle Gegenveranstaltung zu AVEN Deutschland (asexuality.info asexuell.info) bietet in Kooperation mit der Partner*innenvermittlung Gleichklang einen Selbsttest an. Passend, denn die Leute (sofern Plural) von ersterer Truppe sind mir als recht laute Selbstvermarkter aufgefallen. (1)

„Bin ich asexuell?“

Schaun mer mal.

Zunächst: Kein Disclaimer über die Datensammlung, also Nutzung auf eigenes Risiko, wie diese ganzen „Welches Tier bist du?“-Umfragen, die mir Facebook in die Inbox spült. Mailaddi angeben ist aber freiwillig.

Trotz der sehr eindeutigen Frage im Titel wird eine Selbstbezeichnung nur vorgeschlagen. Die sexuelle Orientierung ist wie Gender nur ein Konstrukt – meistens hilfreich beim Nachdenken, manchmal überflüssig, gelegentlich gefährlich, wenn das Konstrukt als absolute Wahrheit statt als eine zahlreicher möglicher Beschreibungen eines Sachverhalts missverstanden wird.

Grundsätzlich wäre der Test also ganz nett als Nachdenkhilfe, wenn nicht die Formulierkunst zu wünschen übrig ließe: Was zum Henker heißt „Sexualität haben“? Sexualität als Begriff ist etwas anderes als der „Sex„, der bei „Sex haben“ vorkommt, wird hier aber austauschbar benutzt. Bitte das nächste Mal ein Wörterbuch oder wenigstens Wikipedia zurate ziehen. Nicht alles, was gehobener kingt, ergibt auch Sinn.

Die Frage nach dem Geschlecht heißt dann „männlich, weiblich, intersexuell, passt nicht“. Offenbar wird hier wieder die Anwesenheit gewisser Teile zur Qualifikation vorausgesetzt?

Etwas seltsam auch die zwei Möglichkeiten der Beurteilung des Tests:

Das Ergebnis passt und ich finde den Test gut
Das Ergebnis passt nicht und ich finde den Test nicht gut
Die Option, „Ergebnis passt, aber der Weg dahin ist trotzdem so mittel“, gibt es leider nicht, aber ich musste da was anklicken, um abschließen zu können. Es gibt zwar zwei Fragen weiter unten ein Fenster für Rückmeldungen, aber: Das hätte sich doch anders lösen lassen?

Meine Rückmeldung haben Sie hiermit erhalten.

(1) Die Kommentator*innen machten mich freundlicherweise auf einen Lesefehler aufmerksam, den ich am 12. Juli behoben habe. Der ursprüngliche Text erscheint nun durchgestrichen.

Seltsamkeit führt zu nützlichem Link

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Ab und an spült mein Google-Alert für „Asexualität“ mir Dinge in die Inbox, mit denen ich persönlich nicht so viel anfangen kann.

In diesem Falle diese religiöse Betrachtung. Klicken, wenn die Natur Gottes interessiert, oder wenn wer einen Beweis sehen will, warum zu viele Ellipsen, also die berühmten drei Pünktchen, nicht gut für die Lesbarkeit sind, dafür aber Absätze gemacht werden sollten.

Aber ich wurde dadurch auf eine interessante Kampagne pro Netzneutralität aufmerksam. Es geht um Bandweitenregulierung zuungunsten kleiner Anbieter (oder missliebiger Seiten?).

In den Worten der Initiator*innen:

„Wenn wir verlieren, gewinnen Internet-Provider in Europa die Macht, einigen Websites und Apps eine Vorzugsbehandlung zu geben und andere auf die Kriechspur zu verbannen.“

Soweit zu diesem Public Service Announcement.

Signal Boost: Geschichte der Asexualität von marvinace

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Dies ist ein Text, der in deutscher Sprache die Geschichte von Asexualität einmal ein wenig zusammenfassen soll. Es geht dabei vor allem um das 19. und 20. Jahrhundert, also bevor 2001 David Jay AVEN gegründet hat. Ich habe vor allem die englischsprachigen Blogposts von Acing History und Live Blogging my descent into madness, sowie Autism […]

über Eine kleine Geschichte der Asexualität — Kuchen statt Sex