Signal boost: Aromantik-Projekt

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Hello all! I received an email from a lovely individual by the name of Arianna, who is working on a project for the aromantic community. She asked if I wouldn’t mind giving her a signal boost and I agreed. Note this is open to all members of the aromantic community, not just aromantic asexuals. Hi! […]

über Signal Boost: Aromantic Project — Asexual Artists

Nachklapp CSD Berlin 2016

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Hier ein Bildchen, das mein Kostüm zumindest etwas erahnen lässt. Weitere Eindrücke des Outfits, etwas unscharf, vom letzten Oktober.

Den vollständigen Bericht gibt es beim Verein.

Notabel:

Der Typ, der sich nach der Parade in freier Wildbahn einen blasen ließ. (Faszinierend … Fanden auch sämtliche Umstehenden. Bitte ergänzen Sie von mir die Spock’sche Augenbraue.)

Wir haben tatsächlich mindestens 1000 Flyer gebraucht.

Die *** von Sicherheitskräften am ersten Truck – ich habe blaue Flecken von diesem doofen orangenen Seil.

Das flaggenfarbene Herz von der netten Mitlaufenden, deren Name ich leider vergessen habe, und das zum Ankleben von @homefromnarnia.

Das Publikum wirkte dieses Mal nüchterner als bei meiner letzten Anwesenheit 2014, was wohl an unserer Position zu Beginn der Parade gelegen haben mag.

Auch der Redner auf dem ersten Truck ließ bei der Diskussion um die Ehe für Alle gelegentlich bis häufig das B in LSB hinten runter fallen. Da half wohl auch die „Bi-Furious“-Gruppe nix.

 

Wie die Kollegin bereits schrieb, war es am vorderen Ende der Parade angenehm leise. Die Trucks hämmerten uns noch durch den halben Tiergarten hinterher, weshalb ich mich ernsthaft frage, ob die nicht beim Publikum bleibende Gehörschäden hinterlassen haben.

Eine sehr viel ruhigere Beschallung habe ich via Coyote gefunden:

https://dearlie.bandcamp.com/track/for-me

Reblog: Konsensfindung

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In Zusammenhang mit Fiammettas Ratschlagstext hat auch tschellufjek interessante Dinge zu sagen:

Oh je, schon wieder ist fast ein Monat seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und da ich in letzter Zeit auch selten dazu komme, andere Blogs zu lesen, bin ich erst heute Morgen auf einen interessanten Artikel von Fiammetta aus dem Monat Juni gestoßen. In diesem gibt sie Antworten auf die Frage, was tun, wenn der_die […]

über Im Konsens liegt die Kraft, aber kein Konsens ohne offenes und ehrliches Gespräch — tschellufjek

Selbsttests … hmm

Die Eine kommerzielle Gegenveranstaltung zu AVEN Deutschland (asexuality.info asexuell.info) bietet in Kooperation mit der Partner*innenvermittlung Gleichklang einen Selbsttest an. Passend, denn die Leute (sofern Plural) von ersterer Truppe sind mir als recht laute Selbstvermarkter aufgefallen. (1)

„Bin ich asexuell?“

Schaun mer mal.

Zunächst: Kein Disclaimer über die Datensammlung, also Nutzung auf eigenes Risiko, wie diese ganzen „Welches Tier bist du?“-Umfragen, die mir Facebook in die Inbox spült. Mailaddi angeben ist aber freiwillig.

Trotz der sehr eindeutigen Frage im Titel wird eine Selbstbezeichnung nur vorgeschlagen. Die sexuelle Orientierung ist wie Gender nur ein Konstrukt – meistens hilfreich beim Nachdenken, manchmal überflüssig, gelegentlich gefährlich, wenn das Konstrukt als absolute Wahrheit statt als eine zahlreicher möglicher Beschreibungen eines Sachverhalts missverstanden wird.

Grundsätzlich wäre der Test also ganz nett als Nachdenkhilfe, wenn nicht die Formulierkunst zu wünschen übrig ließe: Was zum Henker heißt „Sexualität haben“? Sexualität als Begriff ist etwas anderes als der „Sex„, der bei „Sex haben“ vorkommt, wird hier aber austauschbar benutzt. Bitte das nächste Mal ein Wörterbuch oder wenigstens Wikipedia zurate ziehen. Nicht alles, was gehobener kingt, ergibt auch Sinn.

Die Frage nach dem Geschlecht heißt dann „männlich, weiblich, intersexuell, passt nicht“. Offenbar wird hier wieder die Anwesenheit gewisser Teile zur Qualifikation vorausgesetzt?

Etwas seltsam auch die zwei Möglichkeiten der Beurteilung des Tests:

Das Ergebnis passt und ich finde den Test gut
Das Ergebnis passt nicht und ich finde den Test nicht gut
Die Option, „Ergebnis passt, aber der Weg dahin ist trotzdem so mittel“, gibt es leider nicht, aber ich musste da was anklicken, um abschließen zu können. Es gibt zwar zwei Fragen weiter unten ein Fenster für Rückmeldungen, aber: Das hätte sich doch anders lösen lassen?

Meine Rückmeldung haben Sie hiermit erhalten.

(1) Die Kommentator*innen machten mich freundlicherweise auf einen Lesefehler aufmerksam, den ich am 12. Juli behoben habe. Der ursprüngliche Text erscheint nun durchgestrichen.

Seltsamkeit führt zu nützlichem Link

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Ab und an spült mein Google-Alert für „Asexualität“ mir Dinge in die Inbox, mit denen ich persönlich nicht so viel anfangen kann.

In diesem Falle diese religiöse Betrachtung. Klicken, wenn die Natur Gottes interessiert, oder wenn wer einen Beweis sehen will, warum zu viele Ellipsen, also die berühmten drei Pünktchen, nicht gut für die Lesbarkeit sind, dafür aber Absätze gemacht werden sollten.

Aber ich wurde dadurch auf eine interessante Kampagne pro Netzneutralität aufmerksam. Es geht um Bandweitenregulierung zuungunsten kleiner Anbieter (oder missliebiger Seiten?).

In den Worten der Initiator*innen:

„Wenn wir verlieren, gewinnen Internet-Provider in Europa die Macht, einigen Websites und Apps eine Vorzugsbehandlung zu geben und andere auf die Kriechspur zu verbannen.“

Soweit zu diesem Public Service Announcement.

Signal Boost: Geschichte der Asexualität von marvinace

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Dies ist ein Text, der in deutscher Sprache die Geschichte von Asexualität einmal ein wenig zusammenfassen soll. Es geht dabei vor allem um das 19. und 20. Jahrhundert, also bevor 2001 David Jay AVEN gegründet hat. Ich habe vor allem die englischsprachigen Blogposts von Acing History und Live Blogging my descent into madness, sowie Autism […]

über Eine kleine Geschichte der Asexualität — Kuchen statt Sex

Vortrag in Münster am 05.07.2016

Tschellufjek trägt vor!

tschellufjek

Liebe Lesende,

auf Einladung des Lesbenreferates der Uni Münster werde ich noch mal einen Vortrag zum Thema A_sexualität und die Probleme ihrer Sichtbarmachung im Schloss der Uni Münster halten. Wer also Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen.

Inhalte dieses Vortrages werden folgende sein:

  • A_sexualität und ihre vielen Formen
  • Der Unterschied zwischen romantischer und sexueller Orientierung
  • Die (junge) Geschichte der A_sexualität als sexueller Orientierung
  • A_sexualität in den Medien
  • Die Problematik einer allumfassenden, korrekten Medienberichterstattung

Der Vortrag richtet sich demzufolge sowohl an Leute, die noch kaum etwas von A_sexualität gehört haben als auch an jene, die schon Vorwissen haben. Letztere sind herzlich eingeladen mit ihrem Wissen beizutragen (was natürlich kein Muss ist).

Ich freu mich auf euch!

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Linkspam: Ableism

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Viel zum Nachdenken.

Erstens, der CSD Karlsruhe ist rum, und es war sehr nett. Dabei trafen wir auch einen Mann, der Asperger-Autist ist, und dem wir leider nicht weiterhelfen konnten. Ich stellte mal wieder fest: Mitleid nützt nix.

Zwar gibt es Gemeinsamkeiten: Viele von uns können nicht baggern und merken noch weniger, wenn sie angebaggert werden. Im Gegensatz zu besagtem Hilfesuchenden leiden wir aber selten darunter, unsere (sexuellen) Bedürfnisse nicht per Flirt kommunizieren zu können.

Zweitens, zwei Artikel aud Englisch von Sara K. und Mel Baggs über Ableism, also grob gesagt Behindertenfeindlichkeit, und was das mit Unterdrückung im Allgemeinen zu tun hat.

Zusammengefasst: „nein, ich bin gesund“/“nein, die meisten von uns haben keine Diagnosen“ sind nicht die korrekte Antwort auf Spekulationen bezüglich unserer Hormone, Geschlechtsteile, Hirnverschaltungen, schlechter Erfahrungen und anderer gesundheitsbezogener Dinge.

Wahrscheinlich ist es besser, darauf hinzuweisen, dass es

a) verdammt unhöflich ist, zu glauben, dass behinderte Menschen grundsätzlich keine sexuellen Bedürfnisse haben, nur weil sie für die sprechende Person nicht attraktiv sind oder ihre Bedürfnisse nicht auf sozial anerkannte Weise kommunizieren können

und b) dass es Überschneidungen gibt, so wie in allen anderen Fällen auch, und dass ein Rückschluss vom einen auf das andere daher grundsätzlich unzulässig ist, selbst wenn eine Einzelperson tatsächlich Zusammenhänge von Gesundheit und sexueller Orientierung bei sich feststellt.

Heißt: Wenn eine Person sagt, sie ist a_sexuell, dann hat sie in der Regel darüber nachgedacht, inklusive eventueller Gründe. Selbige gehen die Fragestellenden einen Mist an und machen die Selbstbezeichnung deswegen nicht ungültig.

… und täglich grüßt das Murmeltier

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Der „Kurier“ aus Österreich zitiert Shana Mangatal, die angeblich jahrelang ein Verhältnis mit Michael Jackson hatte:

Er ist nicht asexuell. Er ist kein Kind in einem Männerkörper. Er ist normal.

… Aargh. AAAAAAAAAAAAAAAAARGH.

Und vielen Dank auch.

Wieso mache ich das hier eigentlich?

Unnormale Grüße eines Kindskopfes, etc. Vielleicht sehen wir uns morgen auf dem CSD in Karlsruhe.