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Viel zum Nachdenken.

Erstens, der CSD Karlsruhe ist rum, und es war sehr nett. Dabei trafen wir auch einen Mann, der Asperger-Autist ist, und dem wir leider nicht weiterhelfen konnten. Ich stellte mal wieder fest: Mitleid nützt nix.

Zwar gibt es Gemeinsamkeiten: Viele von uns können nicht baggern und merken noch weniger, wenn sie angebaggert werden. Im Gegensatz zu besagtem Hilfesuchenden leiden wir aber selten darunter, unsere (sexuellen) Bedürfnisse nicht per Flirt kommunizieren zu können.

Zweitens, zwei Artikel aud Englisch von Sara K. und Mel Baggs über Ableism, also grob gesagt Behindertenfeindlichkeit, und was das mit Unterdrückung im Allgemeinen zu tun hat.

Zusammengefasst: „nein, ich bin gesund“/“nein, die meisten von uns haben keine Diagnosen“ sind nicht die korrekte Antwort auf Spekulationen bezüglich unserer Hormone, Geschlechtsteile, Hirnverschaltungen, schlechter Erfahrungen und anderer gesundheitsbezogener Dinge.

Wahrscheinlich ist es besser, darauf hinzuweisen, dass es

a) verdammt unhöflich ist, zu glauben, dass behinderte Menschen grundsätzlich keine sexuellen Bedürfnisse haben, nur weil sie für die sprechende Person nicht attraktiv sind oder ihre Bedürfnisse nicht auf sozial anerkannte Weise kommunizieren können

und b) dass es Überschneidungen gibt, so wie in allen anderen Fällen auch, und dass ein Rückschluss vom einen auf das andere daher grundsätzlich unzulässig ist, selbst wenn eine Einzelperson tatsächlich Zusammenhänge von Gesundheit und sexueller Orientierung bei sich feststellt.

Heißt: Wenn eine Person sagt, sie ist a_sexuell, dann hat sie in der Regel darüber nachgedacht, inklusive eventueller Gründe. Selbige gehen die Fragestellenden einen Mist an und machen die Selbstbezeichnung deswegen nicht ungültig.

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