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oder: eine Hassliebe.

Irgendwann, ich muss so ungefähr 11 oder 12 gewesen sein, wollte ich mit der Farbe Rosa nichts mehr zu tun haben. Weder mit zarten Babytönen noch mit Magenta oder Knallpink; die meisten Violetttöne litten ebenfalls, quasi in Sippenhaft.

Außer Kleider und Schuhe mussten auch Dinge des täglichen Gebrauchs dran glauben – um rosa Mäppchen, Tassen, Stifte etc. machte ich von da an einen großen Bogen. Nicht, dass ich vorher mit exzessiv viel Rosa rumgelaufen wäre, aber das Bisschen hatte schon gereicht, um einen extremen Widerwillen zu entwickeln.

Damals hätte ich nicht erklären können, was los war. Irgendwie war Rosa eine Mädchenfarbe, und das reichte. Zugegeben, Babyrosa heißt nicht umsonst so, und ist hier im Westen mit kleinen Mädchen assoziiert. Darauf zu verzichten, mag eine sehr junge Frau tatsächlich erwachsener erscheinen lassen, oder ihr zumindest den Glauben geben, dass sie älter wirkt.

Aber das war nicht der Grund. Im Rückblick war mir Pink in allen Variationen offenbar zu feminin. Man hätte mich ja für ein Weibchen halten können, und ich hätte mich damit als ein Objekt des (männlichen) Begehrens zu erkennen gegeben. Und dieses versuchte ich wohl, zu vermeiden.

Wie ich schon vorher dargelegt habe, wurde mir das mit der Außenansicht zunehmend egal, und damit kehrten manche Farben in mein Repertoire zurück. Babyrosa überlasse ich allerdings weiterhin lieber Minderjährigen.

Wobei, so ein rosa Auto hätte schon was… (aber nur mit einem fetten Autobot-Sticker, damit noch jeder merkt, dass ich mit einer Arcee oder Elita rumfahre.)

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