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So, ich hoffe, alle meine Leser haben die Feiertage gut überstanden.

Ich selbst war größtenteils in den vier Ecken der Zivilisation abgetaucht, genauer gesagt in Patrick Rothfuss‘ „The Name of the Wind“ und dessen Nachfolger „The Wise Man’s Fear„. Ich habe knapp 1800 Seiten innerhalb einer Woche gelesen, was, denke ich, sehr für eine Suchtwirkung dieser Bücher spricht.

Und in diesem zweiten Band der Kingkiller Chronicle fand ich folgenden Satz:

Nothing in the world is harder than convincing someone of an unfamiliar truth.

(Nichts auf der Welt ist schwieriger, als jemanden von einer ungewohnten Wahrheit zu überzeugen.)

In dem Abschnitt geht es um Aberglaube und Magie, die selten harmlos, aber manchmal eben doch nützlich ist.

Konkret hat mich dieser Satz wahnsinnig an die Gespräche erinnert, die ich bislang mit Uneingeweihten über Asexualität geführt habe.

Asexualität ist so eine ungewohnte Wahrheit – rein logisch muss sie existieren, wenn man das Konstrukt „sexuelle Orientierung“ mit dessen üblichen Definitionen annimmt, und wenn man bedenkt, wie alt die Beleidigung „frigide“ ist:

Menschen mit einer sehr geringen bis gar keiner Libido müssen allein schon deswegen existieren, weil auf der anderen Seite der Glockenkurve Tiger Woods steht.

Wenn es Menschen gibt, die „verkehrtrum“ zeigen, welche die „richtigrum“ zeigen, und welche, die in zwei oder mehr Richtungen zeigen, dann muss es quasi zwangsweise Menschen geben, die in gar keine Richtung zeigen.

Trotzdem überrascht unsere Existenz die Leute immer noch, und zwar bis zu einem Grade, in dem sie lieber die irrwitzigsten Erklärungen akzeptieren als die einfache Tatsache, dass es eben so ist, wie es ist.

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