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Bei web.de ist mir dieser kleine Artikel unter die Augen gekommen.

Kurz gefasst:

Werden Fotos auf den Kopf gestellt gezeigt, haben Menschen Probleme, Gesichter oder ganze Personen wiederzuerkennen. Bei Objekten, beispielsweise Gebäuden, tritt der sogenannten Inversionseffekt dagegen nicht auf. (…) Tatsächlich erkannten die Teilnehmer die Männerfotos deutlich schlechter wieder, wenn diese falsch herum gezeigt worden waren. Bei den Frauenfotos war das nicht der Fall – es machte kaum einen Unterschied, ob die Frauen auf dem Kopf standen oder nicht. Dies lege nahe, dass die Männer als Personen, die Frauen dagegen als Objekte wahrgenommen wurden, schreiben die Wissenschaftler.

Dieser Effekt trifft sowohl für Männer als auch für Frauen zu. Wobei die Einschränkung bleibt, dass es britische Studenten waren, die befragt wurden, und damit Aussagen über außereuropäische Kulturkreise unsicher sind.
Jedenfalls stimmt dieses Ergebnis mit meiner Beobachtung überein, dass leichtbekleidete Frauen tendenziell weniger ernst genommen werden, und zutrauen tut man ihnen schon gleich gar nichts. Noch ein Grund, zu Prüfungen besser im Hosenanzug zu erscheinen…
Irgendwie würde das auch erklären, warum Frauen einen Großteil der Menschheitsgeschichte als Besitz behandelt wurden und immer noch werden. Oder andersrum, und die Behandlung als Besitz führt zu dem Frau-als-Objekt-Forschungsergebnis. Beides keine besonders schmeichelhaften Vorstellungen für die Menschheit.
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