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Gelegentlich suche ich „Asexualität“ per Suchmaschine, nur um zu schauen, was so bei rauskommt, ob ich Artikel übersehen habe und so weiter.

Im Januar gab es einen Forums-Eintrag im Emma-Forum, den ich faszinierend fand, bezüglich des „Wie fühlt ihr euch, wenn ihr Sex habt?“-Threads im deutschen AVEN-Forum.

Zugegebenermaßen habe ich von dem AVEN-Thread nur die ersten drei (von 18) Seiten gelesen, da mein Interesse für das Thema gegenwärtig eher gering ist.

Nun kommt da jemand und eröffnet folgende Diagnose:

Meine psychologisch (…) laienhaften Gedanken sagen mir, dass von den Frauen die hier schreiben die wenigsten wirklich asexuell sind. Die Masse ist einfach nur nicht in der Lage ihre Wünsche einzufordern und machen alles mit, was die Partner wollen (…).

Dabei kommen die Frauen eher zu dem Schluss selbst asexuell zu sein und geben ihre Wünsche damit auf, was ich als harten Rückschlag für den Feminismus betrachte, als dass mal darüber nachgedacht wird, dass diese momentan ausgeübte Sexualität einfach die falsche für sie ist. Fast keine Frauen, die Konsequenzen aus dem Erlebten ziehen und wenn doch, dann ist es ein VERZICHT!

Dieser Eintrag hier existiert hauptsächlich, weil mir die Diagnose neu war. Wir sind gar nicht asexy, wir haben nur den falschen Sex – also zumindest diejenigen von uns, die überhaupt welchen haben…

Jedenfalls scheint hier jemand nicht zu begreifen, dass Asexualität häufig bedeutet, keine Wünsche zu haben (nicht bei allen, klar, aber die sind nicht so häufig und werden schon aus Gründen des Selbstschutzes so einen Thread lieber meiden).

Wer keine Wünsche hat, kann diese Wünsche auch nicht aufgeben – und somit ist die Konsquenz, es lieber bleiben zu lassen, dann auch kein Verzicht, auch wenn andere „ohne“ nicht leben wollten.

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