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Seit heute gibt es die Apotheken-Umschau Ausgabe März B, und als gutes Apothekerlein lese ich die natürlich, um zu wissen, wofür alles Werbung drin ist.

Jedenfalls findet sich unter „Flaute im Bett“ auf Seite 29 ein Artikel über Libidoverlust – also nicht über Impotenz. Impotenz ist, wenn man will, aber nicht kann – übrigens grundsätzlich ein Grund, zum Arzt zu gehen, selbst wenn man(n) asexuell ist oder aus anderen Gründen nicht will. Ursachen sind vielfältig und können auf ernste Herz-Kreislauf-Probleme hinweisen.

Libido hingegen ist grundsätzlich mal das Verlangen nach sexueller Stimulation. Bei den Asexies gibt es solche, die eine Libido haben, und solche, die keine haben, gelegentlich auch als Non-Libidoisten bezeichnet.

Um diesen Wunsch nach sexueller Stimulation geht es nun in dem Artikel. Und eigentlich fängt er ganz gut an, mit einer ähnlichen Erklärung wie oben. Und tja,

Verspürt man keine Lust auf Sex, fehlt er einem naturgemäß auch nicht.

Schön gesagt.

Auch

„Der sexuelle Appetit von Menschen unterscheidet sich stark“, weiß Hartmann aus seiner sexualmedizinischen Sprechstunde. Was für den einen also wenig ist, mag dem anderen schon zu viel sein.

Weisheit. Ich hatte echte Hoffnungen.

Kommt es aber zu einer deutlichen Veränderung des Trieblebens oder zu entsprechenden Klagen des Partners, liegt häufig ein Problem vor.

Die Frage ist nun – klagt der Partner über eine Veränderung? Dann ist vielleicht tatsächlich irgendeine Störung schuld.

Klagt der Partner aber nur über die mangelnde Libido, dann hat man ein ganz anderes Problem, und kann mit den nächsten zwei Spalten Diagnosen nichts anfangen, weil die voll am Problem vorbeizielen.

Ein bissl mehr sprachliche Genauigkeit wäre meines Erachtens angebracht.

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