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Mir ist aufgefallen, dass ich in den drei Texten über 300 Normseiten, die ich bislang fabriziert habe, mindestens fünf Figuren habe, die mit klassischen romantischen Zweierbeziehungen nichts anfangen können. Vier davon sind schon so gewesen, bevor ich das Wort Aromantik überhaupt kannte.

Üblicherweise sind solche Figuren negativ besetzt, oder wenigstens verhaltensauffällige Sonderlinge, wie Sherlock Holmes, Sheldon aus The Big Bang Theory, oder Dr. House.

Es gibt ganze Romane, die sich nur um die Heilung echter und vermeintlich bindungsunfähiger Menschen – zumeist Männer – durch Liebe drehen. Nicholas Sparks, „The Rescue“ ist mir als letztes aufgefallen, dazu ungezählte, diverseste Fanfiction, in der jemand durch Romantik „kuriert“ wird.

Jedenfalls hat diese Art Indoktrination es nicht geschafft, mich Figuren schaffen zu lassen, die in eins dieser Raster passen würden.

Allerdings habe ich das schleichende Gefühl, dass zahlreiche meiner Leser trotzdem versuchen werden, die fünf per deren Vorgeschichte wegzuerklären, und damit „ist nicht verliebt, obwohl bei anderen Autoren an dieser Stelle romantische Verwirrung herrschen würde“ zu einer Verhaltensauffälligkeit zu machen.

Wir werden sehen, was passiert, sollten meine Texte irgendwann auf zahlendes Publikum treffen.

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