Schlagwörter

,

So… irgendwie sind fast zwei eintrag-freie Wochen rumgegangen, ohne dass ich es bemerkt habe.

Immerhin hat mich das House-Fiasko an eine Episode von vor vier Wochen erinnert. An jenem Sonntag hatte ich ein paar andere Schreiberlinge zu Besuch, zu dem Zwecke, uns gegenseitig unsere Texte vorzustellen und sie dann zu zerpflücken.

Ich hatte also einen Textausschnitt aus dem 700-Seiten-Fantasymonster dabei, an dem ich gerade arbeite, und in dem eine meiner Nebenfiguren asexuell und aromantisch ist. Zugegebenermaßen: ich bin vor dieser Gruppe nicht geoutet. Ich werde mich voraussichtlich auch nicht vor irgendwelchen Gruppen outen, da das extrem schwierig zu werden droht.

Wie dem auch sei, ich erklärte zu meinem Textausschnitt, dass H ihren besten Kumpel zurückwill, aber keinerlei erotisches oder romantisches Interesse an der Hauptfigur hat. Woraufhin ich zu hören bekam, dass das aber kompliziert sei. Und ob ich sicher sei, dass H nicht doch ein klein wenig…?

Antwort: ja, verdammt, ich bin sicher. H ist niemals auch nur ein klein wenig verliebt. Egal in wen.

Wie erfolgreich ich darin war, meine Frustration zu verbergen, sei dahingestellt. Aber ganz ehrlich: H ist meine Figur. Ich habe diese Person erfunden. Welche Motivation hätte ich, über ihr romantisches Interesse an einer der Hauptfiguren zu lügen?

… Und trotzdem wurde mir genau das unterstellt. Als läge es völlig außerhalb des Denkbaren, eine Figur zu erfinden, die niemals verliebt ist. Oder zuminest eine „Gute“ zu erfinden, die keine romantischen Empfindungen kennt.

Insofern, trotz alles *grr*, das ich der House-Schreiberin entgegenbringe: ich weiß, gegen welche Denkschablonen sie arbeiten musste. Das kann ganz schön frustrierend sein, deswegen denke ich jetzt lieber nicht weiter drüber nach.

Advertisements